RaidZ2 mit einer HD

Discussion in 'German - Deutsch' started by brejoc, Jan 5, 2012.

  1. Offline

    brejoc

    Member Since:
    Jan 5, 2012
    Messages:
    5
    Message Count:
    5
    Likes Received:
    0
    Trophy Points:
    0
    brejoc, Jan 5, 2012

    Hi Leute,

    kurze Anfängerfrage. Ist es möglich ein RaidZ2 mit einer Platte anzulegen, um das später ohne Datenverlust oder Datenkopiererei zu erweitern?


    Vielen Dank und viele Grüße!

    Jochen
  2. Offline

    warri FreeNAS Guru

    Member Since:
    Jun 6, 2011
    Messages:
    1,047
    Message Count:
    1,047
    Likes Received:
    44
    Trophy Points:
    48
    Location:
    Germany
    warri, Jan 5, 2012

    Raid-Z2 benötigt mindestens 3 (oder vielleicht sogar 4?) Festplatten.

    Um kurz auf die Struktur von ZFS einzugehen:
    Man greift im Endeffekt auf zpools zu und speichert dort seine Dateien.
    - Ein zpool besteht aus einem oder mehreren vdevs.
    - Ein vdev besteht aus einer oder mehreren Festplatten, die entweder redundant (raid-Z, mirror) oder nicht-redundant (stripe, ähnlich raid0) angelegt sein können.

    Um nun mehr Platz in dem zpool zu bekommen, gibt es zwei Möglichkeiten:
    - Erweiterung des zpools durch einen neuen vdev (z.B. einen weiteren raid-Z)
    - Upgrade aller (!) Festplatten eines vdevs (zb von 1TB Platten auf 3TB Platten)


    Ich hoffe ich konnte dir helfen.
  3. Offline

    brejoc

    Member Since:
    Jan 5, 2012
    Messages:
    5
    Message Count:
    5
    Likes Received:
    0
    Trophy Points:
    0
    brejoc, Jan 5, 2012

    Und wie mir das geholfen hat. Vielen Dank! Dann werde ich wohl doch direkt ein paar Euro mehr ausgeben müssen. :)
  4. Offline

    bubulein Super Moderator

    Member Since:
    Jun 1, 2011
    Messages:
    62
    Message Count:
    62
    Likes Received:
    0
    Trophy Points:
    0
    Location:
    Germany - BaWü
    bubulein, Jan 8, 2012

    Moin,
    um ein eine Gewisse Sicherheit zu erreichen kann Du auch die Option "copies=X" verwenden.
    Dann wird dein ZFS X kopien für jede Datei anfertigen. Wenn Du nun einen Zusätzliche Platte einbaust wird dann jeweils eine Kopie auf eine weitere Platte angelegt. Soweit ich weiss wird ein "scrub" jedoch Daten die berreits auf einer einzelnen Platte sind nicht duplizieren, so das Du die Daten einfach nochmal hin und her kopieren/verschieben musst.

    Code (text):
    1.  
    2.  copies=1 | 2 | 3
    3.  
    4.        Controls  the  number  of  copies  of data stored for this dataset.
    5.        These copies are in addition to  any  redundancy  provided  by  the
    6.        pool,  for  example,  mirroring or raid-z. The copies are stored on
    7.        different disks, if possible. The space used by multiple copies  is
    8.        charged to the associated file and dataset, changing the used prop-
    9.        erty and counting against quotas and reservations.
    10.  
    11.        Changing this property only affects newly-written data.  Therefore,
    12.        set  this  property  at  file  system creation time by using the -o
    13.        copies= option.
    14.  
    Quelle: http://www.freebsd.org/cgi/man.cgi?query=zfs&manpath=FreeBSD 8.2-RELEASE
    Mehr: http://blogs.oracle.com/relling/entry/zfs_copies_and_data_protection

    Ich stelle gerade meinen Pool darrauf um werde auch Tests laufen lassen um die Zuverlässogkeit zu ermitteln.
    Das schöne daran ist das ich einen Mirror einrichten kann ohne beim zukauf von Platten auf die Grösse achten zu müssen.

    -Christian
  5. Offline

    brejoc

    Member Since:
    Jan 5, 2012
    Messages:
    5
    Message Count:
    5
    Likes Received:
    0
    Trophy Points:
    0
    brejoc, Jan 9, 2012

    @bubulein: hört sich auf jeden Fall mal gut an. Würde mich interessieren, wie deine Tests ausfallen.

    Ciao
    Jochen
  6. Offline

    xbmcg

    Member Since:
    Feb 6, 2012
    Messages:
    79
    Message Count:
    79
    Likes Received:
    0
    Trophy Points:
    0
    xbmcg, Feb 6, 2012

    Hi,

    Ich dachte, der zPool ist zum Partitionieren der vdevs (Diskquota, Komprimierung, Verschlüsselung)
    Man kann doch auch ein physikalische z-RAID Volume direct sharen, ohne ein zPool zu machen. Ist das nicht unter Umständen sogar performanter, als
    auf einer RAID-Sammlung von zfs Platten noch eine logische Schicht drüberzubügeln? Das frisst doch sicher auch Speicher und CPU ohne Ende.
  7. Offline

    bubulein Super Moderator

    Member Since:
    Jun 1, 2011
    Messages:
    62
    Message Count:
    62
    Likes Received:
    0
    Trophy Points:
    0
    Location:
    Germany - BaWü
    bubulein, Feb 6, 2012

    Die vdev geben an welchen RAID-Typ man möchte. (mirror, raidz, stripe)
    Die vdev werden über einen zpool dem System zugänglich. (man kann auch raidz, stripe und mirror kombinieren)
    Dieser zpool ist zugleich auch ein zfs-dataset (spricht root-dataset des zpools)
    Die zfs-datasets sind eigentlich nur nötig wenn diese besondere Fähigkeiten haben sollen (snapshots/kompression/quota).
    Dem zpool ist es egal ob nun nur ein dataset da ist oder mehrere.

    Man darf da etwas nicht verwechseln.
    ZFS == Dateisystem
    Zpool == Volumemanager (Verwaltung von Festplatten/RAID)

    -Christian
  8. Offline

    xbmcg

    Member Since:
    Feb 6, 2012
    Messages:
    79
    Message Count:
    79
    Likes Received:
    0
    Trophy Points:
    0
    xbmcg, Feb 7, 2012

    OK, Danke. Das heisst aber doch im Umkehrschluss, dass man mit dem zfs vdev (root-dataset des zpools) bereits

    - zfs als dateisystem hat (Paritätsblöcke und Datenschutz gegen Alterungserscheinungen)
    - ein Software RAID gegen Plattenausfall
    - die Möglichkeit shadow copy (snapshots) zu nutzen für die Rücksicherung versehentlich gelöschter / zerstörter Daten

    mit einem ZPool gewinnt man (mit dem Preis von zusätzlichem Speicherhunger / CPU Last) zusätzlich:

    - Kompimierung
    - Deduplizierung
    - Verschlüsselung (geht noch nicht)

    Wenn man also eine schwachbrüstige NAS hat (2GB RAM, alter Celeron dual core), ist vdev ohne zpool die bessere Wahl - oder?
  9. Offline

    bubulein Super Moderator

    Member Since:
    Jun 1, 2011
    Messages:
    62
    Message Count:
    62
    Likes Received:
    0
    Trophy Points:
    0
    Location:
    Germany - BaWü
    bubulein, Feb 7, 2012

    Moin,

    ich machs kurz - entweder alles oder nichts.
    Ein Zpool besteh immer aus vdev, dataset und z-dateisystem.
    Entweder Oder gibts es nicht.

    -Christian
  10. Offline

    xbmcg

    Member Since:
    Feb 6, 2012
    Messages:
    79
    Message Count:
    79
    Likes Received:
    0
    Trophy Points:
    0
    xbmcg, Feb 8, 2012

    OK, danke.

    Ich verstehe aber eins noch nicht. Ich habe in meiner Unwissenheit

    - ein new volume creiert (2 Platten RAID1, zfs)
    - dann habe ich mit change permissions meine Rechte vergeben
    - habe mit add periodic tasks mein volume ausgewählt und snapshots konfiguriert
    - habe mit sharing -> add cifs shares mein volume mount point ausgewählt und freigegeben.
    - habe anschließend meine Daten auf die NAS geschoben

    ich habe kein zfs volume angelegt und kein dataset. Meine daten sind auf der NAS, snapshots funktionieren.

    in zfs snapshots sehe ich die snapshots und kann sie auch unter linux / xp in Ordner .zfs finden und lesen

    Was hätte ich anders machen sollen und wie bekomme ich meine daten dorthin migriert?

    Der richtige Weg wäre also gewesen, z-datasets anzulegen und diese dann in ein z-volume zu packen, und dann das z-volume freizugeben?

    Ich habe mal in einer VM versucht, es nachzustellen, ich kann in ein z-volume keine z-datasets hinzufügen, sondern nur physische zfs volumes - und auch nur jeweils eins (ich kann nicht mehrere zfs volumes zu datasets oder z-volumes aggregieren)

    Mit sharing bekomme ich über das UI auch nur die physischen zfs-volumens und die datasets darunter angeboten. Die logischen volumens tauchen gar nicht in der Liste auf. Sie sind auch ganz wo anders im pfad (/dev/zvol/[vol1]/[zvol1])


    Irgendwo habe ich noch einen Denkfehler, oder das UI macht nicht mit.
  11. Offline

    bubulein Super Moderator

    Member Since:
    Jun 1, 2011
    Messages:
    62
    Message Count:
    62
    Likes Received:
    0
    Trophy Points:
    0
    Location:
    Germany - BaWü
    bubulein, Feb 8, 2012

    Moin,

    Als Du Deine Festplatten zu einem RAID1 gemacht hast ist folgendes passiert.
    1. Du hast ein "vdev miror" erstellt
    2. Du hast einen zpool (Volume) mit dem "vdev" erstellt
    3. Du hast ein zfsdataset angelegt "dein zpool == erstes dataset"
    zpool name == tank
    zfs dataset name == tank
    deshalb kannst Du auch "snapshoots" vom zpool "tank" machen, weil du ja eigentlich "snapshots" vom dataset tank machst

    Nein, weil Du ohne zpool kein dataset anlegen kannst. Es ist einfach so das alles voneinander abhängig ist.

    sondern nur physische zfs volumes - und auch nur jeweils eins (ich kann nicht mehrere zfs volumes zu datasets oder z-volumes aggregieren)
    [/QUOTE]

    Dann will ich mal helfen Dich über Deinen Denkfehler aufklären:

    Du musst verstehen was folgende begriffe bedeuten.

    zpool
    zfs dataset
    zfs filesystem
    zvol == z volume

    Du hast schlichtweg versucht ein "zvol" bei deinen Ãœberlegungen mit einzubringen. Ein zvol ist eine Sonderform des datasets, dabei wird kein Dateisystem angelegt. Es ist eher vergleichbar mit einer unformatierten Partition. Es wird oft dazu benutzt um es via iSCSI freizugeben. Kurzum, dem System wird vorgegaukelt das es sich dabei um eine Festplatte handelt.

    -Christian
  12. Offline

    xbmcg

    Member Since:
    Feb 6, 2012
    Messages:
    79
    Message Count:
    79
    Likes Received:
    0
    Trophy Points:
    0
    xbmcg, Feb 8, 2012

    Vielen Dank! - Also alles intuitiv richtig gemacht, ich brauche meine Daten nicht noch mal migrieren und auch keine extra datasets anlegen, es ist ja automatisch eins angelegt worden.

Share This Page